Definition of Done: Wann bin ich wirklich fertig?
Die Definition of Done (DoD) legt fest, wann ein Product Backlog Item als fertig gilt. Die Definition of Ready (DoR) beschreibt, ob ein Product Backlog Item so vorbereitet ist, dass das Team mit der Umsetzung starten kann.
Beide verfolgen das gleiche Ziel:
- höhere Qualität
- klare Erwartungen
- weniger Missverständnisse
- ein besseres Produkt-Ergebnis
Ein guter Ausgangspunkt zur Definition der DoR ist INVEST
Interne und externe Anforderungen
Die Definition of Done umfasst sowohl organisatorische Vorgaben als auch teaminterne Qualitätskriterien.
Beispiele für organisatorische Anforderungen:
- Verpflichtende Code Reviews
- Einhalten von Compliance- oder Sicherheitsrichtlinien
- Erforderliche Dokumentationsstandards
Beispiele für teaminterne Anforderungen:
- Merge in den Master-Branch
- Automatisierte Tests wurden ausgeführt
- UI/UX-Abnahme erfolgt
Diese Anforderungen gelten global für alle Product Backlog Items.
Definition of Done: eine Team-Angelegenheit
Im Verlauf des Sprints werden alle Punkte des DoD abgearbeitet. Die Einhaltung liegt vollständig bei den Developer*innen.
Eine User Story gilt erst dann als done, wenn alle Kriterien erfüllt sind. Nicht nur die funktionalen.
Mehrere Ebenen der Definition of Done
In vielen Teams und Organisationen existiert die DoD auf mehreren Ebenen. Diese Struktur bringt Klarheit, Transparenz und ein gemeinsames Qualitätsverständnis.
Level 1: Product-Backlog-Item-Ebene (PBI)
- Akzeptanzkriterien erfüllt
- Hinreichende Dokumentation erstellt
- 4-Augen-Prinzip berücksichtigt
- Unit Tests erfolgreich
- UI-Abnahme erfolgt
Level 2: Sprint-Ebene
- Sprint-Branch geschlossen und in Master gemergt
- Follow-Up-Tickets erstellt
- Offene Tickets besprochen und Entscheidung getroffen
- Regressionstests durchgeführt
- Keine offenen Blocker
Level 3: Release-Ebene
- Feature integriert und End-to-End getestet
- Meta-Daten auf das Release angepasst
- Release Notes erstellt und veröffentlicht
- Stakeholder über das Release informiert
- Monitoring/Telemetrie vorbereitet
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Scrum Definition of Ready: Hat das Team die Story verstanden?
Die Definition of Ready (DoR) stellt sicher, dass ein Product Backlog Item umsetzbar ist. Sie ist keine harte Eintrittsbarriere für das Sprint Planning. Teams können sie auch im Planning vervollständigen.
Scrum Definition of Ready Beispiel
Der Product Owner ist verantwortlich für die Erfüllung der DoR.
- Die User Story ist formal beschrieben
- Acceptance Criteria wurden definiert
- Der Umfang der User Story ist klein genug für einen Sprint
- Die Story wurde geschätzt
- Abhängigkeiten wurden geklärt
- Fachliche Fragen des Teams wurden beantwortet
DoD vs. DoR: Die wichtigsten Unterschiede
| Definition of Done (DoD) | Definition of Ready (DoR) |
|---|---|
| Prüft, ob eine Story fertig ist | Prüft, ob eine Story startbereit ist |
| Verantwortung der Developer*innen | Verantwortung des Product Owners |
| Qualität der Umsetzung | Qualität der Vorbereitung |
| Gilt während und am Ende des Sprints | Gilt vor bzw. im Sprint Planning |
Warum DoD und DoR essenziell sind
Vorteile der DoD
- Einheitliche Qualitätsstandards
- Weniger technische Schulden
- Transparenz für Stakeholder
- Bessere Vorhersagbarkeit
Vorteile der DoR
- Klare Erwartungen vor dem Sprint
- Weniger Rückfragen und Rework
- Bessere Planbarkeit
- Stabilere Velocity
Fazit
Eine gute Definition of Done und eine klare Definition of Ready sorgen für:
- Mehr Transparenz
- Weniger Missverständnisse
- Höhere Qualität
- Planbare Ergebnisse
- Mehr Vertrauen in das Team
Besonders wirkungsvoll werden sie, wenn sie mehrstufig aufgebaut sind – z. B. auf PBI-, Sprint- und Release-Level.
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Häufige Fragen
Wozu braucht ein Team eine Definition of Done?
Was gehört typischerweise in eine Definition of Done?
- fachliche Anforderungen erfüllt
- Code getestet und dokumentiert
- Qualitätskriterien eingehalten
- Abnahme- oder Review-Prozess durchlaufen
- Integration, Deployment oder andere technische Schritte abgeschlossen
Wie unterscheidet sich die Definition of Done von Akzeptanzkriterien?
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